𝗜𝗰𝗵 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗮𝘀 - 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁, 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗲𝘀 𝗹𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻

𝗜𝗰𝗵 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗮𝘀 - 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁, 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗲𝘀 𝗹𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻

𝗜𝗰𝗵 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗮𝘀 - 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁, 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗲𝘀 𝗹𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 Die Balance zu finden und den Mut, etwas Neues zu wagen, kann nur entstehen, wenn man irgendwann einmal gewagt hat, ins kalte Waser zu springen. Mit 22 saß ich zum erten Mal auf einem Gabelstapler. Ich war Marktleiter eines Getränkemarktes einer längst verstorbenen Supermarktkette. Ich konnte mit Hubwagen und Schnelläufern umgehen. Stapler? Keine Ahnung. Als im Sommer beim Getränkelieferanten immer wieder der zweite Fahrer ausfiel, blieb mit nichts anderes übrig: ich lud Getränkepaletten ab. 48 Kisten Sprudel, die nach rechts und links schwanken sorgen dafür, dass du schnell Gefühl dafür bekommst, wie sich eine fallende Palette anfühlt. Ohne Führerschein, versteht sich. 30 Jahre später musste ich wieder auf einen Stapler. Fast täglich kam Obst, hochbeladen, viele Spediteure luden nicht ab, sie fuhren die Paletten bis an den Rand der Ladebordwand. Ich musste wieder neu lernen, wie das geht. Ich war der Standortleiter, ich musste das können. Der Staplerführerschein kam später. Ich hab mich oft freischwimmen müssen in meinem Leben, learning-on-the-job gehört zu meinen grundlegendsten Fähigkeiten. Ich hab mich in die Jahr-2000-Problematik eingearbeitet, in Text-to-Speech-Systeme, als man die Wortdatenbank noch manuell trainiert hat, habe gelernt, Call-Center-Agent zu sein und man in der Not auch Kugelschreiber am Telefon verkaufen kann. Ich arbeitete mich in SQL ein, um bei der Umstellung von D-Mark auf EURO nicht auf die Programmierung warten zu müssen, wenn mal was nicht lief und am Ende lernte ich: coachen, beraten. Weil ich als EDV-Dozent in einer Reintegrationsmaßnahme das Bewerbungstraining betreute und mir dabei klar wurde, dass mit reinem Vermitteln niemand geholfen war. Neue Wege mussten oft gegangen werden, die Bereitschaft für den Sprung ins kalte Wasser war zu wecken. Das besser zu erreichen - das lernte ich und unterlegte es mit Fortbildungen, Schulungen, Supervision und Intervisionen. Die Herausforderung ist oft groß und manchmal, wenn man das erste Mal denkt: schaff ich das überhaupt? - dann hilft der Versuch, das Ausprobieren, die Erfahrung, dass man manchmal, oft, mehr kann, als man sich selbst zugetraut hätte, als man vermutet hätte. Keine Zusagen? Keine Absagen? 200 Bewerbungen? Wagen Sie mal was ganz Neues! Wo ist der Weg, den Sie gerne gehen würden und an dessen Beginn Sie nie den ersten Schritt wagten? Er kann in dieser Krise die Lösung sein. Manchmal fällt ne Palette um. Dann kehrt man die Scherben zusammen und macht weiter - auch wenn man sich erst einmal vom Schreck erholen muss. Der zweite und dritte Schreck - der ist nicht mehr so schlimm. Sie schaffen das!

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